Bürgerkraftwerk

Förderung von erneuerbarer Energie

Bei einem BürgerInnen(solar)kraftwerk kann jeder Bürger Anteile an einem Kraftwerk kaufen und dieses an einen Stromkonzern (Wien Energie) vermieten.

Die Idee: Privatpersonen finanzieren ein Photovoltaik/Windkraftwerk und bekommen Ihre Investition in grünen Strom mit hohen Zinsen steuerfrei (keine KEST) vergütet.

Historie:

  • 2012 wurden 4 Kraftwerke finanziert und mit dem 08.04.2013 nun auch endlich alle in Betrieb genommen.
  • 2013: nach positiven Ausgang der Wiener Volksbefragung und ORF Bericht, werden neue Kraftwerke gebaut. Die Anzahl wird mit 4 Stück gemeldet.
  • 2014 wurde ein neues Modell vorgestellt: vergütet wird mit Spar Gutscheinen (da die PV Anlage auf einem Supermarkt errichtet wird). Meiner Meinung nach nicht mehr so attraktiv wie die Zinsen auf das Konto
    • Ich würde nicht darauf wetten, dass SPAR nicht innerhalb des Anlage Zeitraums pleite geht und man dann das Geld wohlmöglich verliert?! Und nicht jeder kauft bzw. hat einen Spar im Umfeld.
    • Wien Energie macht einen Relaunch der Website und nennt sie  jetzt nur mehr Bürgerkraftwerke.
  • 2015: Die Verzinsung wurde auf 2,25% für neue Projekte reduziert, 3,1% bleiben bei den bereits abgeschlossenen Verträgen.
  • 2016: Jetzt werden auch Windkraftwerke über Anteile finanziert. Nochmals werden die Zinsen gesenkt, jetzt auf 1,75% (2,25% bleiben für Wien Energie Kunden). Die Berechtigung Anteile zu kaufen wird jetzt aus Gründen der Fairness verlost.
  • 2017: Beiteiligung jetzt auch bei E-Ladesäulen möglich, Vergütung für nicht WE Kunden mit Spargutscheinen. Modell: min. 250 Euro Veranlagung, 5x jährlich ein 55 Euro Spar Gutschein.
    • Erstmalig war die Beteiligung an einer PV-Anlage NUR mehr für Wien Energiekunden möglich.

Neben Photovoltaikanlagen werden auch Windkraftanlagen finanziert. Die Konditionen/Anteile sind 1:1 mit denen der Photovoltaikanlagen.

Generell:

Ein Kraftwerk speißt ca. 200 Haushalte mit klimafreundlicher Energie (Erzeugung der Paneele ist leider nicht umweltfreundlich).

Die Wien Energie speißt dann den erzeugten Strom ins Netz ein. Für das zur Verfügung gestellte Paneel bekommt man 3,1% (für Projekte vor 2015) p.a. vom Kaufpreis vergütet – steuerfrei. Im Jahr 2016 wurde die Verzinsung („Miete“) auf 1,75% gesenkt. Wer sich jetzt fragt, ob man die Zinsen bei der Arbeitgeberveranlagung berücksichtigen muss, den kann ich beruhigen, dass muss man nicht da: „Bei Nebeneinkünften (zB aus Vermietung und Verpachtung) bis zu jährlich 730 Euro kann die Arbeitnehmerveranlagung durchgeführt werden (die Nebeneinkünfte sind in der Erklärung nicht anzugeben, da nicht zu versteuern).“ 

Mindestlaufzeit sind 5 Jahre (max 25 Jahre), ein Paneel kostet 950 Euro, bei max. 10 Paneele/Person. Sollte der Vertrag vor der Mindestlauftzeit gekündigt werden, müssen 75 Euro „Verwaltungsentschädigung“ bezahlt werden. Nach Beendigung der Vermietung kauft die Wien Energie das Paneel zum damaligen Kaufpreis ab.

Ich finde die Idee mehr als nur genial und hoffe auf noch viele weitere gute Projekte, (Ideen gäbe es ja ohne Ende) bei denen man sich beteiligen kann. Solche Ansätze sind für mich die Zukunft. So sollten grüne Projekte mit uns Bürgern finanziert werden.

Auch gerne vom Staat aus. Wieso lässt der Bund nicht Photovoltaik Anlagen auf Schulen/Krankenhäusern etc. errichten, finanziert von privaten Pesonen? Das wäre eine (echte) WIN – WIN Situation.

Link zur Website der Bürgerkraftwerke: www.buergerkraftwerk.at

Kommentar verfassen