Mindesthaltbarkeitsdatum

Lebensmittel – das falsche Verständnis des MHD

Was sagt das MHD aus?

Rechtlich: solange garantiert der Hersteller gleichbleibende Qualität und Konsistenz eines Lebensmittels und bedenkenlosen Verzehr. Supermärkte dürfen abgelaufene Lebensmittel nicht mehr verkaufen, sehr wohl aber spenden an Vereine wie die Wiener Tafel.

Sachlich: sagt das MHD nicht wirklich viel aus ob ein Lebensmittel noch verzehrbar ist. So lassen sich einige Lebensmittel auch noch nach vielen Jahren nach „Ablauf“ bedenkenlos verzehren. (Ketchup, Mehl, Nudeln, Schokolade, …)

Irrglaube und Wegwerfwahn

Ein Großteil der Bevölkerung glaubt, dass nach überschreiten jenes auf der Verpackung angegebenen Tages bzw. Monats das Lebensmittel weggeworfen werden muss/soll.

Erfahrungen aus meinen Alltag:

„Abgelaufene“ Produkte werden ungeöffnet und ungeprüft entsorgt. Es fehlt das Bewusstsein, dass Lebensmittel überhaupt noch gut sein können. Ein Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums bedeutet nicht, dass das Lebensmittel unverzehrbar sind. Meistens ist die Nahrung noch Wochen nach dem überschreiten des MHD genießbar.

Verbrauchsdatum

Bei Fleischwaren gibt es ein Verbrauchsdatum, dass aussagt, wie lange man das Fleisch ungefährdet verzehren kann. Beim Verbrauchsdatum sollte man sich an die Angaben halten. Doch natürlich bedeutet auch hier ein Ablaufen nicht, dass das Lebensmittel automatisch und ohne Kontrolle (Geruch, Aussehen) entsorgt werden muss.

Studie

Von der Stadt Wien (MA22) gibt es eine Studio zur „Haltbarkeit von Lebensmitteln“ die ich als Lektüre empfehlen kann.

Was passiert mit abgelaufenen Lebensmitteln?

Die landen täglich zu 100.000 Tonnen im Restmüll. Gegen diese sinnlose Vernichtung von Lebensmitteln richtet sich die Wiener Tafel. Auch privat sind Menschen engagiert und retten Essen aus der Tonne. Im Fachjargon heißt das Dumpstern.

Eine berühmte und eindrucksvolle Dokumentation über Lebensmittel im Müll ist Taste The Waste.

Kommentar verfassen